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Weingenuss & Bekömmlichkeit

von | Juli 29, 2014 | Wein und Wissen

Schon für die alten Griechen war Wein nicht einfach nur ein Getränk. Auf langen Reisen und während der unvermeidlichen Kriege war Wein viel mehr als einfach nur wohltuend. Der Nährwert des Weins war unter den harten Lebensbedingungen unverzichtbar. Ein Becher Wein stärkte und kräftigte den Organismus und die Moral.

Doch Wein war seit der Antike nicht einfach nur ein Nahrungsmittel. Er hatte mit seiner stärkenden, wärmenden und desinfizierenden Wirkung schon immer den Charakter eines Heilmittels – allein oder unter Zugabe von Kräutern. Natürlich war der Konsum vom Begriff des Maßhaltens begleitet, weshalb der Wein im antiken Griechenland fast immer mit Wasser vermischt getrunken wurde.

Wein war und ist Nahrungsmittel, Heilmittel und Lebenselixier zugleich. Reich an Nährstoffen ist er eine hochwertige Quelle für Energie. Schließlich stecken in einem Liter Wein mehrere Hundert Kalorien, für die man dann schon ein paar Kilometer laufen muss, um sie zu verbrauchen. Andere Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Weingenuss sind gelegentlich allergische Reaktionen, unruhiger Schlaf oder Kopfschmerzen. Dafür können die Menge oder Begleitstoffe, die wie Aldehyde, Ketone und besonders Histamin dafür verantwortlich sein.

Rotwein oder Weißwein – Auf die Farbe kommt es an

Die grünen oder blauen Trauben der Weinrebe liefern wichtige Nährstoffe. Vor allem aber Polyphenole, die für die Gesundheit wichtig sind. Die wirkungsvollsten Polyphenole sind das Resveratrol und die oligomeren Proanthocyanidine (OPC). Beide Substanzen schützen als Antioxidantien besonders das Herz-Kreislauf-System. Die im Wein enthaltenen Polyphenole stärken als kräftige Antioxidantien das Immunsystem und andere Funktionen unseres Körpers. Sie sorgen für eine verbesserte Blutzirkulation und halten die Gefäße elastisch.

Alles eine Frage der Menge!

Im Rotwein sind deutlich mehr wirksame Polyphenole wie Tannine und Flavonoide enthalten als im Weißwein oder im Traubensaft. Im Weißwein kommen sie entweder nicht oder nur in geringer Menge vor. Je nach Sorte, Klima und Herstellungsprozess, enthält im Vergleich zum Traubensaft ein Rotwein die doppelte Menge an Flavonoiden. Studien haben die positive Wirkung von Rotwein für das Herz bestätigt.

Einen ständigen Überkonsum quittiert unser Körper, wie bei anderen Genussmitteln auch, mit gesundheitlichen Störungen. Wer aber Wein ganz bewusst und in Maßen genießt, wird seine positive Wirkung zu spüren bekommen.

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